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Eine kritische Anmerkung zum Crowdinvesting bei Immobilieninvestitionen

Immobilienfinanzierungen: Über das Crowdinvesting neu und nicht ohne Risiken für den Investor!

In der TV Werbung und im Internet ist alles so einfach!

Jeder hat inzwischen durch die TV Werbung oder im Internet erfahren bzw. vielmehr suggeriert bekommen, das mit dem Crowdinvesting Immobilieninvestitionen auch für Kleinanleger kein Problem und vermeintlich sicher sind.

Die Realität ist jedoch eine andere, wie sich erneut in Form von Insolvenzen und damit dem Kapitalverlust für die Investoren zeigt.

Ein aktuelles Beispiel: Erst blieben die halbjährliche Zinszahlung aus, dann wurde klar, dass sich nach dem Abriss des Altobjekts auf der Baustelle nichts mehr tat, daraufhin sprangen die einzigen drei Käufer ab, die nach einem Jahr Akquise für das Projekt mit eigentlich 42 Eigentumswohnungen und 4 Gewerbeeinheiten gewonnen werden konnten, und forderten ihre ersten Abschlagszahlungen zurück. Dann scheiterte auch noch der Plan B, deren Grundbucheinträge wieder loszuwerden und das Gesamtobjekt an einen Investor zu verkaufen. Schließlich musste die Projektgesellschaft des Z19 Stadthaus plus, für das eine bekannte Plattform Crowdmittel einsammelte, vergangene Woche Insolvenz anmelden. Wenn’s kommt, dann kommt‘s dicke.

Die rund 440.000 Euro, welche Ende 2016 bei rund 500 Anlegern eingesammelt wurden, dürften damit verloren sein. Auch wenn der Betrag vergleichsweise überschaubar ist und die allermeisten Anleger den finanziellen Verlust verschmerzen werden, so ist jedoch das begleitende Kommunikationsverhalten als bedenklich zu bezeichnen.

Es wird meist in der Crowdinvestingszene nur wenige oder gar nicht über das Risikoverhältnis aufgeklärt. Das hohe Zinsen gepaart mit dem qualifizierten Rangrücktritt hohe Risiken beinhalten war den meisten Investoren nicht bewusst. In dem erwähnten Fall hat die Projektgesellschaft selbst als im Herbst des vergangenen Jahres das Projekt zu scheitern drohte dies weder die Crowdinvestplattform noch den Investoren kommuniziert. Begründung: Die Presse würde dann negativ berichten.

Fazit: Die Totalausfälle bei Immobilien-Crowdinvestings treten nun vermehrt auf und werden zunehmen. Dies liegt daran, das diese Form der Finanzierung erst vor wenigen Jahren als Crowdinvesting mit sehr wenigen Projekten gestartet ist. Inzwischen hat die Zahl der Projekte und Anbieter deutlich zugenommen und damit steigt in Zukunft die Totalausfallquote.

Es bleibt zu hoffen das der Gesetzgeber reagiert und auch bei dem Crowdinvesting eine strenge Regulierung einführt wie Sie bei den Alternativen Investmentfonds (AIFs) seit vielen Jahren Standart ist.

So gab es seit Einführung der regulierten AIF´s hier keine Insolvenzen mehr! Es gilt, das die gesetzlich vorgeschriebenen externen Kontrollmechanismen und Konzeptionsauflagen erfolgreich die Sicherheit für den Investor deutlich erhöhen.

Ein Hauptgrund für mich statt des Crowdinvesting die vollregulierten Alternativen Investmentfonds zu vermitteln bzw. Ihnen zu empfehlen .